Hier finden Sie allgemeine Hinweise und weitere Informationen.

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Länderinformationen Italien

Italien gehört zu den beliebtesten Reiseländern Europas und bietet für jeden etwas: die Gipfel der Dolomiten lassen die Naturkräfte erahnen, als sich die Erdplatten verschoben, oder die Oberitalienischen Seen mit ihrer mediterranen Vegetation, die ein Flair ausstrahlen, das man am Mittelmeer erwartet und an der Italienischen Riviera auch in voller Üppigkeit erlebt. Venedig, Florenz oder die Hauptstadt Rom sind Orte, die jeder mindestens einmal im Leben erlebt haben sollte, genauso wie die bezaubernde Amalfiküste. Auf Zeugnisse der Antike trifft man bei der reichen Geschichte des Landes fast überall, genauso wie auf eine wunderschöne Landschaft, ob es die eindrucksvollen Gipfel der Alpen, das fruchtbare Tal des Pos oder die von Vulkanausbrüchen geprägten Landschaften rund um den Vesuv oder den Ätna sind. Kein Land in Europa hat so viele von der UNESCO anerkannte schützenswerte Orte wie Italien – das Land ist ein wahrer Schatz Europas.

Sehenswertes

Rom
Die Hauptstadt Italiens ist die mit Abstand größte Stadt des Landes mit über 3 Millionen Einwohnern, am Tiber gelegen und wurde erst 10 Jahre nach dem Ausrufen des Königreiches Italiens 1861 Teil dessen und deren Hauptstadt. In der Antike lag die Stadt zum großen Teil links des Tibers, wo man heute noch mit dem Forum Romanum, dem Colosseum, den Caracalla-Thermen oder auch dem Pantheon bei einem Spaziergang in diese Zeit eintauchen kann – unglaublich, was die Menschen damals für Bauwerke schufen, die uns bis heute begeistern. Mindestens genauso beeindruckend sind auch die Kirchen und Paläste der Renaissance- und Barockzeit oder das gigantische weiße Nationaldenkmal „Monumento Vittorio Emanuele“, von dessen Dach aus man eine fantastische Aussicht über die Stadt der sieben Hügel hat – interessant, dass die Stadtteile immer noch nach den Hügeln benannt sind. In Rom ist es möglich, 2.000 Jahre Kulturgeschichte zu Fuß zu erleben.

Mailand
Die größte Stadt Norditaliens und gleichzeitig das wirtschaftliche Zentrum des Landes ist Mailand, die Hauptstadt der Lombardei. Eindrucksvoll präsentiert sich die Stadt, wenn man von Norden aus kommt, mit dem großen Triumphbogen, der in einer Achse mit dem Castello Sforza gebaut wurde. Das bekannteste Gebäude der Stadt ist allerdings der Mailänder Dom, der in weißem Marmor mit seiner so detailliert gestalteten Fassade seit Jahrhunderten die Menschen fasziniert. Aber auch die Scala, das zu den bedeutendsten Opernhäusern der Welt zählt, die imposante Einkaufsgalerie Vittorio Emanuele, Kunstschätze wie „Das letzte Abendmahl“ von Leonardo da Vinci oder das neue Szene- und Designviertel Brera, in dem sich neben den vielen Kreativen auch Bars, Restaurants und Clubs angesiedelt haben - Mailand bietet für jeden etwas.

Oberitalienische Seen & Südtirol
Die Oberitalienischen Seen am Südrand der Alpen gehen alle auf Reste von Gletschern zurück und haben somit auch alle eine Nord-Süd-Ausdehnung. Von der Fläche her ist der Gardasee der größte und der Idrosee der kleinste der Seen, der tiefste ist der Comer See und der Luganer See ist der am meisten verzweigte – seine einzelnen Arme wirken fast wie norwegische Fjorde. Was alle eint, ist ein besonderes Flair, geprägt von prächtigen Villen, beeindruckenden Gartenanlagen, aber auch kleinen, fast versteckten Orten und verschlafenen Dörfchen, die es noch an allen Seen gibt - genauso die vielen religiös-bedeutenden Sakralbauten, wie beispielsweise der Sacro Monte – der Heilige Berg am Ortasee mit seinen Kapellen.

Südtirol ist die nördlichste Region Italiens und stellt den beeindruckenden Übergang von der alpinen Welt zu mediterraner Atmosphäre in Orten wie Meran oder Bozen dar. Ebenso zeugen mächtige Burgen und Festungen oder deren Ruinen bis heute von den vielen Auseinandersetzungen entlang der alten Routen der Alpüberquerungen. Heute bietet Südtirol alles von traumhafter einsamer Natur in den Bergen bis hin zu quirligen kleineren und größeren Orten mit italienischem Flair, obwohl die Mehrheit der Südtiroler Deutsch als Muttersprache spricht.

Venedig
Venedig ist auf der ganzen Welt bekannt – einmalig die Lage in der Lagune der Adria, außergewöhnlich die historische Bausubstanz und beeindruckend die Anzahl und auch die Ausstattung der fast 100 Kirchen – Venedig besitzt die größte zusammenhängende Altstadt Italiens. Reich wurde die Stadt durch den weltweiten Handel, deutlich wird das mit der Innenausstattung des Markusdoms, dem einzigarten Goldmosaik, das die ganze Kirche schmückt und mit 8.000 Quadratmetern das größte Goldmosaik der Welt ist. Die Venezianer waren Seefahrer und besonders fasziniert vom Orient, gut ablesbar ist das in diesen Mosaiken und auch an anderen Gebäuden der Stadt, wie beispielsweise dem Dogenpalast. Die gesamte Altstadt Venedigs ist auf der UNESCO-Welterbeliste zu finden – kein Wunder – Venedig ist einzigartig.

Italienische Riviera & Cinque Terre
Die Italienische Riviera ist der Küstenstreifen, der sich von Ventimiglia an der französischen Grenze über Genua bis zur Küste der Toskana erstreckt, für sein besonders mildes Klima und seine üppige Vegetation bekannt und daher ein beliebtes Reiseziel ist. Früh war die Küste erschlossen, denn schon Kaiser Augustus ließ die Via Aurelia entlang des Mittelmeeres Richtung Frankreich anlegen und so entwickelten sich frühe Ortschaften. San Remo, Portofino oder Santa Margherita Ligure sind bekannte Badeorte, aber die Riviera ist auch reich an Kultur, wie die alte Seerepublik Genua, die Geburtsstadt von Christoph Columbus, beweist, fast genauso hat jeder andere Küstenort viel Historie zu bieten. Allein durch die Lage sind die Cinque Terre besonders, denn die fünf kleinen Ortschaften sind erst seit der Anlage der Bahnstrecke 1874 von der Landseite her erreichbar und beeindrucken mit Gebäuden, die aussehen, als seien sie an den Felsen geklebt wie Schwalbennester – hier durch die winzigen Gässchen zu schlendern ist wie die Reise in vergangene Zeiten.

Florenz
Die Hautstadt der Toskana war lange das kulturelle Zentrum des Landes und von 1865 – 1870 sogar die Hauptstadt des Königreiches Italien. Die Bankiersfamilie Medici zog die namhaftesten Künstler der Renaissancezeit nach Florenz, die das Stadtbild bis heute mit den eindrucksvollen Palästen, den Uffizien, einer der bekanntesten Gemäldegalerien der Welt, und natürlich dem gigantischen Dom auszeichnet. Sogar den Übergang von der Gotik zur „Wiedergeburt der Antike“, denn das stellt die Renaissance dar, kann man in Florenz, an der Kirche Santa Maria Novella, ablesen. Ein Muss bei einem Besuch in der Stadt ist der Gang über die Ponte Vecchio, eine der bekanntesten Brücken der Welt. Oberhalb dieser Brücke verläuft der Geheimgang der Medici, um vom Palazzo Vecchio zum Palazzo Pitti zu gelangen – aber spätestens seit Dan Browns „Inferno“ ist dieser Gang nicht mehr geheim. Florenz gehört zu den schönsten Städten Europas und ist eines der begehrtesten Reiseziele Italiens.

Toskana
Die heutige Region Toskana zieht fast die Grenzen des früheren Großfürstentums nach und bietet, neben der Hauptstadt, eine so große Anzahl von Orten mit kulturhistorischer Bedeutung, wie kaum ein anderer Teil des Landes: die ehemalige Seerepublik Pisa mit ihrem Ensemble aus Dom, Baptisterium, dem schiefen Turm und dem Friedhof trägt den Namen „Platz der Wunder“, der gerechtfertigt ist, betrachtet man die bauliche Leistung, aber auch die Kunstfertigkeit, mit der die Gebäude entstanden sind. Volterra war eine der Hauptstädte des frühen Etruskerreiches - mit seinen winzigen Gassen lässt es das Mittelalter lebendig werden, oder das in der Gotik verharrte Siena – alles ist sehenswert. Die schneebedeckten Gipfel des Apennins, wo in den Wintermonaten Abfahrtsski betrieben wird, sind genauso weiß, wie der weltberühmte Marmor von Carrara, der für die schönsten Bauwerke und Skulpturen der Welt verwendet wurde. Weiter im Süden der Toskana trifft der Besucher dann auf die typischen, sanften Hügel und die langen Pinien- und Zypressenalleen, die oft an einem Landgut enden, für die die Region bekannt ist und bereits die frühen Reisenden faszinierte.

Neapel & Kampanien
Neapel ist die drittgrößte Stadt Italiens, Hauptstadt der Region Kampanien und hat fast eine Million Einwohner. Das fruchtbare Land am Fuße des Vesuvs war schon von den Griechen besiedelt und jahrhundertelang stark umkämpft. Normannen, Staufer, die Anjou, Bourbonen und die spanischen und österreichischen Habsburger herrschten wechselweise in der Stadt und haben ihre Spuren hinterlassen – eindrucksvoll sind die Bauten verschiedener Jahrhunderte. In Neapel sind allein drei Festungen erbaut worden, über 100 Kirchen spiegeln alles von Mittelalter- bis Barockarchitektur wider und die beeindruckende Einkaufgalerie, benannt nach König Umberto I., ist eine der ersten Galerien ihrer Art in Europa. Neapel ist eine besonders vielseitige und spannende Stadt, die zum Besuch einlädt. Beliebteste Reiseziele der Region Kampanien sind die Halbinsel von Sorrent, die legendäre Amalfiküste, die seit 1997 unter UNESCO-Welterbeschutz steht, und die vom Ascheregen des Vesuvs verschüttete Stadt Pompeji, in der die römische Stadtanlage hervorragend ablesbar ist. Und auch die vielbesungene Insel Capri besitzt Zeugnisse der Antike, kleine Fischerorte und eine traumhafte Natur.

Umbrien & Apulien
Umbrien, mittig in Italien gelegen, und Apulien, der italienische „Stiefelabsatz“ im Süden des Landes sind weniger bekannte Reiseziele, aber genauso sehenswert. Das weltbekannte Assisi, die Geburtsstadt des Heiligen Franziskus, liegt in Umbrien und ist besonders eindrucksvoll, wenn man den Berg emporschaut und die riesigen Ausmaße des Klosters wahrnimmt. Ebenso oben auf einem Plateauberg liegt die Stadt Orvieto mit ihrem reich verzierten prächtigen Dom und auch die Hauptstadt der Region, Perugia, das mittelalterlich geprägt ist, thront über toskanischer Landschaft. Schon allein diese drei Städte wären einen Besuch wert, aber Umbrien hat noch viel mehr Schätze zu bieten.

Apulien ist schon zur Steinzeit besiedelt gewesen, Griechen, Römer, Normannen und Staufer folgten. Das uneinnehmbar wirkende Castel del Monte geht auf Friedrich II. zurück, einzigartig sind die Trulli-Häuser in Alberobello, die bei keiner Apulienreise fehlen dürfen. Aber auch die Natur hat hier Spektakuläres geschaffen: die Grotten von Castellana, die 1938 entdeckt wurden, sind beeindruckend in ihrer Größe und Vielfalt an Stalagmiten, die über Jahrtausende von der Natur geformt wurden. Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen Italiens ist Apulien, trotz steigender Touristenzahlen, immer noch ein Geheimtipp.

Sizilien & Sardinien
Sizilien und Sardinien sind fast gleich groß und die beiden größten Inseln des Landes, aber auch gleichzeitig die größten des gesamten Mittelmeeres. Beide waren schon früh besiedelt und bieten wunderschöne Natur. Sardinien hat nur rund 1,6 Millionen Einwohner und ist bekannt für seine wunderschönen Strände, Klippen und Felsformationen - die roten Felsen von Arabatax, die aus dem Meer ragen, sind einzigartig, und nicht weniger beeindruckend die Tropfsteinhöhle, Grotto di Netturo. Sardinien besitzt eine besonders artenreiche Tier- und Pflanzenwelt, die in Kombination mit der an vielen Stellen unberührten Natur ein Eldorado für alle Naturliebhaber ist. Aber auch die Hauptstadt Cagliari oder Olbia sind spannende Städte, die reich an historischer Bausubstanz sind, ebenso die antiken Ruinen, die besonders auf der Halbinsel Sinius, in der Ruinenstadt Tharres, zu finden sind.

Sizilien hat über dreimal mehr Einwohner als Sardinien und – gerade der Osten der Insel – ist vom aktivsten Vulkan Europas, dem Ätna, geprägt. Mit den antiken Tempeln in Agrigento oder Syrakus, mit Goldmosaiken ausgestaltete Kirchen wie am Kloster Monreale, Barockstädten wie Catania oder Noto, oder Cefalù mit seinem Normannendom hat die Insel unendlich viel zu bieten. Dazu die vielseitige Natur mit herrlichen Strandabschnitten, eindrucksvollen Felsformationen, oft vulkanischen Ursprungs, und dem satten Grün unterhalb des Ätnas, die die Vegetation nur so sprießen lässt. Sizilien ist sicherlich eines der Sehnsuchtsziele Europas.

Vatikan
Der Vatikan ist mit 0,44 km² Größe der kleinste Staat der Welt und der einzige, in dem die Amtssprache bis heute Latein ist. Bis zum 14. Jahrhundert residierten die Päpste im Lateranpalast, erst mit der Rückkehr der Päpste aus Avignon wurde rechts des Tibers, und damit außerhalb von Rom, mit den ersten Bauten begonnen – zu Zeiten Kaiser Neros war hier ein Zirkus. Mit dem Petersdom ist, unter der Bauleitung erst von Bramante, dann Raffael und am Ende Michelangelo, die größte Kirche der Welt entstanden. Die Sixtinische Kapelle wurde bereits 1475 – 1483 erbaut und ausgemalt – für die Meisterwerke Michelangelos „Erschaffung Adams“ und dem „Jüngsten Gericht“ wurden die früheren Wandmalereien einfach übertüncht. Die immense Kunstsammlung der Päpste gehört zu den größten der Welt und ist heute in den Vatikanischen Museen zu entdecken. Der kleinste Staat der Welt besitzt so viel an Kunst und Architektur, dass ein Tag fast nicht ausreicht, um alle Schätze zu bewundern.

Hätten Sie’s gewusst?

  1. Giuseppe Garibaldi, der Kämpfer für das Vereinigte Italien, wurde in Nizza geboren, denn die Stadt gehörte damals zum Königreich Savoyen, das die Grafschaft Nizza 1860 nach einer Volksabstimmung an Frankreich abtrat.
  2. Der Palio von Siena ist sicherlich das kurioseste Pferderennen der Welt: 15 Reiter ohne Sattel treten an, um dreimal die Piazza del Campo zu umrunden – ein nicht ganz ungefährliches Unternehmen. Der Sieger ist das Pferd, das als erstes mit oder ohne Reiter ans Ziel kommt.
  3. Traditionell trägt die Braut in Italien am Tag vor ihrer Hochzeit grüne Kleidung – ein Symbol für Fruchtbarkeit und Kindersegen.

Zahlen & Fakten

Staatsform:
Parlamentarische Republik

Ländername:
Repubblica Italiana (Italienische Republik)

Fläche:
301.338 km²

Einwohner:
60 Millionen (2020)

Bevölkerungsdichte:
199 Einwohner pro km²

Hauptstadt:
Rom (2,8 Millionen Einwohner)

Größte Stadt:
Rom (2,8 Millionen Einwohner)

Sprache:
Italienisch

Währung:
Euro (EUR)

Höchste Erhebung:
Monte Bianco di Courmayeur (4.748 Meter)

Längster Fluss:
Po (652 Kilometer)

Größter Binnensee:
Gardasee (370 km²)

Küstenlänge:
9.226 Kilometer

Flora:
Die Pflanzenwelt von Italien kann in drei Zonen eingeteilt werden. So finden sich unterschiedliche Pflanzenarten in den Alpen, der Poebene und im Süden von Italien.

Fauna:
Nur in entlegenen Rückzugsgebieten und Naturschutzparks finden sich heute noch ursprünglich heimische Tiere wie Adler, Steinböcke, Gämsen, Bären, Wölfe und Murmeltiere.

Nationalparks:
In Italien gibt es 24 Nationalparks, wovon der Nationalpark Pollino mit 192.565 Hektar der größte ist.
Klima: In Italien herrscht durch die Lage am Mittelmeer insgesamt ein mediterran geprägtes Klima. Doch durch seine große Nord-Süd-Ausdehnung gibt es regional sehr große Unterschiede. In den italienischen Alpen ganz im Norden findet man hochalpines Klima mit langen und kalten Wintern.

Gründung:
1861

Religion:
Römisch-Katholisch (85 %)

Einreisedokumente:
Personalausweis oder Reisepass

Elektrizität:
230 Volt Wechselstrom, teilweise werden Adapter benötigt

Nationalfeiertag:
25. April und 2. Juni

Weitere Informationen sowie Reise- und Sicherheitshinweise finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes unter:

www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/italien-node

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