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Länderinformationen Norwegen

Norwegen ist das Land der Fjorde, Wasserfälle und Fjelle mit traumhafter Natur, kleinen gemütlichen Dörfern und spannenden Städten. In dem Land mit einer Fläche, die etwas größer ist als Deutschland, leben nur gut 5 Millionen Einwohner – so dominiert im Land fast überall die einmalige Natur. Kein Land hat sich in den letzten 50 Jahren von jahrhundertelanger Armut in eines der reichsten und teuersten Länder der Welt entwickelt – die Öl- und Gasfunde vor der Westküste des Landes haben dies ermöglicht. Bei einer Gesamtlänge von rund 1.800 Kilometern, den tiefen Landeseinschnitten durch die Fjorde und den vielen oft steil ins Meer abfallenden Bergen, ist der Ausbau der Infrastruktur sehr aufwendig und teuer. Dennoch wird dieser intensiv umgesetzt: Der längste Straßentunnel der Welt, der Lærdaltunnel, ist ein kleiner Teil des großen Intrastrukturprojekts Norwegens. In den vergangenen Jahren hat sich das Land von einem Geheimtipp der touristischen Ziele zu einem der beliebtesten Reiseländer Europas entwickelt - kein Wunder, denn es hat so viel zu bieten.

Sehenswertes

Oslo
Die Hauptstadt Oslo wurde erst 1624 an dieser Stelle als Christiania gegründet und bietet heute alles von historischer Bausubstanz, einer bezaubernden Lage am Fjord, viel Grün und supermoderner, spannender Architektur. Spektakulär ist der Bau des neuen Opernhauses der Architekten Snøhetta genauso wie das neue Munch-Museum und alles, was rund um das Städtebauprojekt Fjord-City entsteht. Blickt man vom Holmenkollen auf die Stadt, wird klar, warum Oslo gern als grünste Hauptstadt Europas betitelt wird, denn 45 % der Fläche besteht aus Wald und Parks. Allein auf der Museumsinsel Bygdøy, auf der sich das Freilichtmuseum, das Museum des Expeditionsschiffes Fram und das Wikingerschiff-Museum befinden, kann man einen ganzen Tag verbringen. Oslo ist auf jeden Fall mehr als einen Besuch wert.

Bergen
Bergen ist die heimliche Hauptstadt Norwegens und war früherer Königssitz des Landes – davon zeugt bis heute die mittelalterliche Håkonshalle. Die Stadt ist von 7 Bergen umgeben, was ihr auch den Namen brachte - die Fahrt hoch zum Fløyfjell bietet, oben angekommen, einen sensationellen Blick über die Stadt. Das alte Hanseviertel Bryggen, das heute unter UNSECO-Welterbeschutz steht, war in den 50er Jahren in sehr schlechtem Zustand und drohte abgerissen zu werden – heute ist es die beliebteste Touristenattraktion der Stadt. Als großer Warenumschlagsplatz hat der Hafen von jeher eine große Bedeutung – ein Muss bei einem Aufenthalt in der Stadt ist der Besuch des Fischmarktes an historischer Stelle. Als Start- und Zielhafen der Hurtigrutenschiffe ist Bergen heute wie früher einer der wichtigsten Handelsstädte des Landes und begeistert mit einem Mix aus alten hölzernen Kaufmannshäusern, beeindruckender Architektur der Jahrhundertwende, den Parks und der einmaligen Lage am Meer, umgeben von bis zu fast 650 Meter hohen Bergen.

Stavanger
Der Dom von Stavanger ist der älteste Bischofssitz Norwegens, dessen Bau und die Stadtrechte bereits in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts datiert sind. Das alte Stavanger, Gamle Stavanger, präsentiert sich heute noch mit rund 55 weißen Holzhäusern östlich des Hafens. Gegenüberliegend finden sich weitere, hier aber bunte Holzhäuser, durch deren Gassen man sich herrlich treiben lassen kann. Seit den Öl- und Gasfunden vor der Küste ist Stavanger zur Öl-Hauptstadt des Landes geworden – die meisten Plattformen draußen auf dem Meer werden von hier versorgt – und so sind in den vergangenen Jahren viele neue Wohnquartiere, aber auch das Ölmuseum mit seiner spektakulären Architektur entstanden. Mit knapp 150.000 Einwohnern ist Stavanger die viertgrößte Stadt des Landes, wovon man im überschaubaren Zentrum allerdings nichts merkt, denn hier geht es sehr gemütlich zu.

Trondheim
Das Wappen von Trondheim zeigt zum einen eine Bischofsfigur, zum anderen einen König, sowie eine Waage – womit alle wichtigen Funktionen der Stadt seit über 1.000 Jahren bildlich festgehalten sind: der Nidarosdom, der wichtigste Kirchenbau Norwegens, in dem bis heute die Krönungen stattfinden, aber auch das alte Nidaros, wie die Stadt früher hieß, als wichtiger Handelsstützpunkt an der Mündung des Nidelva ins Meer. Eines der beliebtesten Fotomotive, neben dem Dom, sind die auf Holzpfählen im Wasser stehenden alten Speicherhäuser. Das ehemalige Werftgelände - zentral in der Stadt gelegen - ist in den vergangenen Jahren sehr gelungen zu einem Wohnviertel mit Büros und Restaurants umgestaltet worden und es ist, besonders an schönen Sommerabenden, ein beliebter Treffpunkt der Trondheimer geworden. Eine wunderbare Aussicht über die Stadt mit ihrer wunderschönen Lage am Meer, im Bogen des Nidelv-Flusses, bietet die von den Dänen gebaute Festung Kristiansten.

Nordkap und Westkap
Das Nordkap, der schroffe, 307 Meter hohe Felsen am nördlichen Ende von Festlandseuropa, zieht seit Jahrhunderten Menschen in ihren Bann. Als erster Tourist gilt Francesco Negri, ein Priester aus Ravenna, der bereits 1664 erkunden wollte, ob Menschen so hoch im Norden überhaupt leben können. Er reiste damals allein und schrieb seine Erfahrungen detailliert nieder. Heute ist das Nordkap eines der Sehnsuchtsziele von Menschen aus der ganzen Welt – nur zu gern wird ein Besuch mit einem Foto vor der 1978 aufgestellten Weltkugel festgehalten.
Ganz anders ist es am westlichsten Zipfel des europäischen Kontinents, dem Westkap, das mit seinen unberechenbaren Winden Seefahrern die Passage oftmals sehr erschwert hat. Schon die Anfahrt von der Landseite her ist nur über eine kleine Straße möglich, auf der oft Kühe liegen, bei denen es manchmal Einiges an Überzeugung braucht, dass sie ihren warmen Ruheplatz verlassen und die Durchfahrt freigeben. Oben angekommen bietet sich ein fantastischer Blick, sowohl auf das Meer als auch auf diverse Berge mit über 2.000 Metern Höhe. Das Westkap, das viel weniger Besucher hat als das Nordkap, ist noch heute ein wahrer Geheimtipp in Norwegen.

Helgelandküste
Die zerklüftete Küste zwischen Fylkes Nordland und dem Saltfjell ist mit dem längsten der Nationalen Touristenwege wunderbar zu erleben. Die Strecke ist 433 Kilometer lang, überquert den Polarkreis, vorbei am größten Gezeitenstrom der Welt, dem Saltstraumen, und führt auch zum Torghatten – eines der Wahrzeichen Nordnorwegens – denn der gigantische Fels mit seinem riesigen Loch, durch das ein altes Wikingerschiff problemlos fahren könnte, ist von weit her sichtbar und eines der Naturphänomene, das Nährboden für diverse Sagen war. Die einmalige Küstenlandschaft, der rund 15.000 Inseln vorgelagert sind, war früher ein eigenständiges Königreich und ist heute ein sehr beliebtes Ziel aller, die Natur weitab von Touristenströmen hautnah erleben möchten.

Fjorde
Fjorde sind tief ins Landesinnere einschneidende Meeresarme, die durch das Abschmelzen des Eispanzers, der Skandinavien bedeckte, in Form von Talgletschern entstanden sind. Der größte und tiefste Fjord Norwegens ist der Sognefjord mit einer Gesamtlänge von 204 Kilometern und über 1.300 Metern Tiefe. Ein nur 17 Kilometer langer Seitenarm des Sognefjords ist der Nærøyfjord, der mit dem Geirangerfjord, einem Seitenarm des Storfjords, seit 2005 auf der Liste der UNESCO-Weltnaturerbe zu finden ist – die Landschaft ist einzigartig und spektakulär! Am nur 40 Kilometer langen Lysefjord sind die Ufer besonders steil und an diesem gibt es weltbekannte Felsformationen, wie beispielsweise den Prekestolen – ein überstehendes Plateau 600 Meter über dem Fjord. Am Ende des Fjords liegt Lysebotn, das auf dem Landweg über eine der spektakulärsten Straßen des Landes nur im Sommer erreichbar ist – in 27 Haarnadelkurven geht es auf eine Höhe von 640 Metern nach oben zum Øygardstølen, einem einzigartigen Aussichtspunkt über den Fjord.

Fjell & Vidda
Fjell ist eigentlich nur das norwegische Wort für Berg, wird aber als Bezeichnung einer Hochgebirgslandschaft oberhalb der Nadelwaldgrenze benutzt. Neben Gestein ist der Boden oft sumpfig, was sich in der Vegetation widerspiegelt – sie besteht aus Flechten, Moosen, Zwergsträuchern, Wollgras und Krüppelbäumen, besonders Birken. Im Zusammenspiel mit den Gebirgsseen und der endlos wirkenden Weite ist es eine einzigartige Landschaft, die sich dem Besucher präsentiert. Liegt eine solche Fjell-Landschaft auf einer Hochebene, spricht man von einer Vidda. Die bekannteste Landschaft dieses Typs ist die Hardangervidda, die gleichzeitig die größte zusammenhängende Hochebene Europas mit rund 8.000 km² ist.

Hätten Sie’s gewusst?

  1. Brunost oder Geitost ist eine norwegische Käsespezialität, bei dem es sich um karamellisierten Ziegenkäse handelt.
  2. Die norwegische Tracht geht immer: mit einer Tracht stellt sich die Frage des Dresscodes nicht – egal ob Hochzeit, Theater, Konzert – mit diesem Kleidungsstück ist man zu jedem feierlichen Anlass richtig gekleidet.
  3. 1993 wurde in Trondheim der 1. Fahrradlift der Welt installiert und wurde zur Touristenattraktion.
  4. Bergen ist die regenreichste Stadt Europas und daher haben die Bewohner über 30 verschiedene Wörter für die unterschiedlichen Regenarten kreiert.
  5. Petter Stordalen besitzt heute die größte Hotelkette Skandinaviens. Mit 17 war er der erfolgreichste Erdbeerverkäufer Norwegens.

Zahlen & Fakten

Staatsform:
Konstitutionelle Monarchie

Ländername:
Kongeriket Norge (Königreich Norwegen)

Fläche:
385.207 km²

Einwohner:
5,362 Mio.

Bevölkerungsdichte:
14,55 Einwohner/km²

Hauptstadt:
Oslo (681.067 Einwohner)

Größte Stadt:
Oslo (681.067 Einwohner)

Sprache:
Norwegisch

Währung:
Norwegische Krone (NOK)

Höchste Erhebung:
Galdhøpiggen (2.469 Meter)

Längster Fluss:
Glomma (601 Kilometer)

Größer Binnensee:
Mjøsasee (365,19 km²)

Küstenlänge:
2.532 Kilometer, rechnet man alle Buchten mit: 28.953 Kilometer

Flora:
Die Flora Norwegens ist sehr vielseitig – auch wegen der immensen Nord-Süd-Ausdehnung. Allein in der Gebirgslandschaft des Nordens gibt es 12.000 verschiedene Flechten und 600 Moosarten. Besonderheiten sind die weiße Seerose, die Trollblume und die Moltebeere.

Fauna:
Aufgrund des Klimas ist die Fauna nicht sehr artenreich. Es gibt Wolf, Luchs, Elch und Vielfraß, auf Spitzbergen Eisbären und Polarfüchse, auf dem Dovrefjell Moschusochsen; vor der Küste Norwegens gibt es das größte Kaltwasser-Korallenriff der Erde.

Nationalparks:
Norwegen besitzt insgesamt 47 Nationalparks, die zusammen 7 % der Landesfläche ausmachen; der größte Nationalpark des Landes ist die Hardangervidda mit 3.422 km².

Klima:
Das Klima Norwegens ist aufgrund seiner großen Nord-Süd-Ausdehnung sehr unterschiedlich. An der Westküste herrscht humides, regenreiches Klima, aber durch den Golfstrom mit sehr gemäßigten Temperaturen, im Landesinneren wird es zunehmend kontinental geprägt; nördlich des Polarkreises herrscht polares Klima, aber auch hier durch den Golfstrom noch relativ mild.

Gründung:
17.Mai 1814, endgültige Unabhängigkeit 1905

Religion:
Evangelisch (69 %)

Wichtigste Wirtschaftszweige:
mit 60 % ist der Export von Öl und Gas der größte Wirtschaftszweig, bei den Arbeitsplätzen sind 78 % im Bereich Dienstleistung tätig.

Einreisedokumente:
Personalausweis oder Reisepass

Elektrizität:
230 Volt, kein Adapter erforderlich

Nationalfeiertag:
17. Mai

Weitere Informationen sowie Reise- und Sicherheitshinweise finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes unter:

www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/norwegen-node

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