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Aktuelle und ausführliche Informationen zum Corona-Virus - von uns für Sie nach und mit vielen Überlegungen zusammengestellt

Die Informationen sind bewusst sehr umfangreich gehalten, weil das Thema auch sehr komplex ist.

Unsere Videobotschaft an Sie:
https://www.youtube.com/watch?v=Bu1xPkZQRyk

Stand dieser Informationen: 30.05.2020, 09.56 Uhr

Busreisen sind seit dem 30.05.2020 auf der Grundlage der neuen Coronaschutzverordnung der Landesregierung NRW wieder erlaubt - mit Auflagen, aber ohne generelle Maskenpflicht. Wir gehen davon aus, ab Mitte Juni wieder die ersten Reisen durchführen zu können. Hierzu werden wir in Kürze eine Hygienekonzept veröffentlichen, das Ihnen verdeutlichen wird, dass wir uns viele Gedanken dazu gemacht und Maßnahmen ergriffen haben, dass Sie auch in Zukunft angenehm und sicher mit uns reisen können.

Wenn wir wegen der Corona-Krise in den nächsten Wochen weitere Reisen absagen müssen, wird es bei uns keine Gutscheinpflicht geben. Jeder zum Zeitpunkt einer evtl. Reiseabsage fest gebuchte Reisegast wird bei uns auch in Zukunft die freie Wahl haben, ob er den Reisepreis erstattet bekommen möchte, einen Gutschein bevorzugt oder auf eine andere Reise umbuchen möchte. Die geleisteten Zahlungen für die bis zum 13.06.2020 abgesagten Reisen wurden von uns übrigens bereits vollständig an alle zum Zeitpunkt der Reiseabsage gebuchten Teilnehmer erstattet.

In den Medien kursieren seit einigen Wochen unter Verweis auf die Aussagen der Verbraucherzentralen einige falsche bzw. unvollständige Informationen, die wir hier richtig stellen möchten:

1. Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes ist nicht automatisch Grundlage für eine kostenfreie Stornierung einer Reise. Eine Reisewarnung an sich stellt auch keine außergewöhnlichen, unvermeidbaren Umstände dar. Selbst auf der website des Auswärtigen Amtes können Sie folgende Information lesen: "Unmittelbare Rechtsfolgen hat auch eine Reisewarnung nicht. Entscheidend für die Möglichkeit eines kostenlosen Reiserücktritts sind nicht Reisewarnungen, sondern die rechtliche Frage, ob außergewöhnliche, unvermeidbare Umstände vorliegen (§ 651 BGB). Dies ist in jedem Einzelfall zu prüfen." Somit können Sie eine Reise mit Verweis auf die Reisewarnung nicht kostenfrei stornieren.

2. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat ein Rechtsgutachten bei Prof. Tonner in Auftrag gegeben. Dieser kommt zum Schluss, dass derzeit Reisen bis zum 31.08.2020 kostenfrei storniert werden können. Das Gutachten stellt keine rechtsverbindliche Entscheidungsgrundlage für Gerichte dar. Vielmehr stellt das Gutachten ausführlich eine juristische Sichtweise dar - in diesem Fall die für den Verbraucher günstigste. Unternehmen und Gerichte sind keinesfalls an die im Gutachten aufgestellten Thesen gebunden, können sich aber natürlich auch daran orientieren. Somit stellt das Gutachten eine fachliche Meinung unter verschiedenen Meinungen dar. Es gibt zudem ein Gegengutachten des Reiserechtlers Prof. Vogel, der zu dem Ergebnis kommt, dass ein solches Recht nicht besteht. Darüberhinaus lässt das Gutachten von Prof. Tonner drei Aspekte außer Acht:

a) Die Ende April und Anfang Mai mehrfach getätigten Aussagen von Außenminister Heiko Maas (auf die sich das Gutachten u. a. beruft) sind persönliche Statements in Interviews und keine amtlichen Veröffentlichungen. Herr Maas ging dabei immer wieder davon aus, dass es für das Reisen eines funktionierenden internationalen Flugverkehrs bedarf, den es derzeit jedoch nicht gebe. Das ist aber falsch: Erstens sind einige unserer Reiseziele sogar derzeit mit dem Flugzeug zu erreichen, zweitens soll der innereuropäische Flugverkehr in den nächsten Wochen wieder intensiviert werden und drittens benötigen wir bei vielen unserer Reisen gar keine Flüge, sondern reisen mit dem Bus hin und zurück. Zudem hat Herr Maas seine Aussagen in den letzten Tagen deutlich revidiert und angekündigt, dass die Reisewarnung wohl nicht über den 14. Juni hinaus verlängert wird.

b) Sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern Europas wird derzeit sehr aktiv darüber diskutiert, wie man den Tourismus wieder ans Laufen bekommt. Es gibt in vielen Ländern schon konkrete Planungen, die derzeitigen Reisebeschränkungen zu lockern. Die Grenzen zu den meisten Nachbarländern sollen spätestens Mitte Juni wieder geöffnet werden und es gibt in Deutschland auch keine generelle Quarantänepflicht mehr für Rückkehrer. In Schweden z. B., wo wir einige Reisen hin veranstalten, gibt es ohnehin nur sehr wenige Beschränkungen. Auch Reisen in einige Mittelmeerländer sollen im Sommer wieder möglich sein. Wer hätte vor 6 Wochen gedacht, dass man ab Juni schon wieder nach Italien reisen kann und darf? All das widerspricht dem Gutachten der Verbraucherzentralen.

c) Zahlreiche Juristen vertreten die Meinung, dass das im Gutachten erwähnte Recht auf die behauptete „Unsicherheitseinrede“ für Restzahlungen vor dem Hintergrund einer Vorleistungspflicht des Reiseveranstalters für Reisevorleistungen weit vor Abreise und der gesetzlichen Insolvenzabsicherungspflicht gerade nicht besteht. Hier übersieht das Gutachten, dass die Gegenleistung gerade in der vertraglichen Sicherung der Reisevorleistungen besteht und deshalb weit vor Abreise erbracht wird und nicht erst bei Abreise.

Die zuvor gemachten Ausführungen verdeutlichen Ihnen, dass wir eine sehr dynamische Entwicklung erleben und wie komplex die ganze Sache ist, denn wir stehen vor einer komplett neuen Situation. Daher werden am Ende die Gerichte über die aufgeworfenen Fragen im Instanzenzug entscheiden müssen, da es vergleichbare Entscheidungen nicht gibt. D. h. wenn Sie eine Reise bei uns stornieren, berechnen wir Ihnen die Stornokosten gemäß unseren Reisebedingungen, die Ihnen auch bei Buchung der Reise schon vor Monaten bekannt waren.

Aber unabhängig von der rechtlichen Betrachtung sollte eines auch klar sein: Es ist nicht fair, wenn Gäste nun versuchen, sich durch eine kostenfreie Stornierung schadlos aus dem Reisevertrag zu winden. Denn wer bei uns eine Reise gebucht hat, gab uns dadurch den Auftrag zur Durchführung der Reise. Wir sind also bereits im Auftrag des Reisenden tätig geworden und haben für alle Reisen erhebliche Vorleistungen erbracht. Daher kann es in dieser jetzigen Lage nicht sein, dass wir als Reiseveranstalter die gesamte finanzielle Last alleine tragen sollen, obwohl uns an der einmaligen und außergewöhnlichen Situation genauso wenig Schuld wie Sie trifft. Bitte denken Sie über diese Seite der Medaille auch einmal nach.

Was natürlich auch klar ist: Wenn wir wieder reisen können, werden wir die Reisen nach den dann jeweils geltenden Hygiene-Vorschriften durchführen. Hierzu werden wir in Kürze eine Hygienekonzept veröffentlichen, das Ihnen verdeutlichen wird, dass wir uns viele Gedanken dazu gemacht und Maßnahmen ergriffen haben, dass Sie auch in Zukunft angenehm und sicher mit uns reisen können. Auf der Grundlage der ab dem 30.05.2020 geltenden neuen Coronaschutzverordnung der Landesregierung NRW sind Busreisen nun wieder erlaubt. Es gibt Auflagen, aber keine generelle Maskenpflicht im Bus. Die Auflagen dieser neuen Coronaschutzverordnung werden in unser Hygienekonzept einfließen.

Wir wissen natürlich, dass wir auch eine Verantwortung unseren Reisegästen gegenüber haben, und werden dementsprechend handeln - wir werden keine Reise um jeden Preis durchführen und das sorgfältig und gewissenhaft für jede Reise individuell prüfen und entscheiden. Zudem werden Reisen auch nur dann durchgeführt, wenn ein programmgemäßer Ablauf auf der Grundlage der Reiseausschreibung gewährleistet werden kann. Geringfügige Abweichungen kommen immer mal wieder vor (unabhängig von Corona) und sind auch zulässig.


Hier einige weitere generelle Informationen:

Wir sind ein kleines Team von engagierten, qualifizierten und freundlichen Mitarbeitern/innen. Allerdings sind unsere Mitarbeiter/innen seit März sehr häufig Beschimpfungen und Beleidigungen durch unsere Kunden ausgesetzt. Das ist nicht akzeptabel.

Gleichzeitig erfahren wir in den letzten Wochen auch viel Zuspruch und Ermutigung von zahlreichen Gästen, wofür wir uns an dieser Stelle bedanken möchten.

Wir haben alle Reisen bis zum 15.06.2020 abgesagt und es werden evtl. noch weitere folgen. Fast im Stundentakt werden wir mit neuen Informationen bezüglich des Corona-Virus konfrontiert und die Lage ändert sich in vielen Ländern von Tag zu Tag. Niemand kann verlässlich sagen, wie die Entwicklung in den nächsten Wochen verlaufen wird.

Wir stehen weltweit vor der größten Herausforderung seit dem 2. Weltkrieg. Unser aller Wohlstand (und auch unser gutes Gesundheitssystem) hängt von einer florierenden Wirtschaft ab, die aber derzeit von Tag zu Tag mehr zum Erliegen kommt. Die dramatisch gefallenen Aktienkurse spiegeln das wider.

Auch für uns ist das nicht nur eine neue, sondern auch schwierige Situation - wie für die gesamte Touristikbranche. Einige Fluglinien und große Reiseveranstalter rufen schon nach Staatshilfen und haben Kredite in Milliardenhöhe beantragt bzw. bereits erhalten. Wir sind ein kleines mittelständisches Unternehmen und nicht systemrelevant. Die bisher zugesagten Hilfen sind keine Subventionen, sondern Kredite, die auch irgendwann wieder zurückgezahlt werden müssen. Damit kann man keine Verluste ausgleichen. Und auch Steuerstundungen bedeuten ja nur, dass die Steuern später bezahlt werden müssen. Die für mittlere Betriebe wie wir zugesagten Zuschüsse von maximal 25.000,- € sind bei Verlusten (nicht Stornierungen oder Umsatzrückgang, sondern tatsächlicher Verlust) von mehreren Hundert Tausend Euro auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Zudem ist der einmalige Zuschuss von 25.000,- € eine steuerpflichtige Zuwendung. D. h. über 30% davon fließen in Form von Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer wieder an die öffentliche Hand zurück.

Wenn Gäste von uns verlangen, dass wir Reisen absagen sollen, weil sie nicht an einer Reise teilnehmen möchten, und uns dann ein schlechtes Krisenmanagement vorwerfen, weil wir die Reise bisher nicht abgesagt haben, so ist das falsch und unfair. Wer nicht an einer Reise teilnehmen möchte, hat jederzeit das Recht zu stornieren – unabhängig von der jetzigen Situation. Und wenn jemand meint, eine Reise sei für ihn nicht zumutbar, dann muss er/sie auch so konsequent sein und die Reise von sich aus stornieren. Dass dann Stornokosten anfallen, ist die daraus resultierende Konsequenz, denn auch wir haben Verpflichtungen, denen wir nachkommen müssen. Andernfalls muss jeder Gast warten, bis wir eine Entscheidung über die Durchführung oder Absage der Reise getroffen haben. Aufgrund der sich momentan schnell ändernden Faktenlage können solche Entscheidungen häufig aber erst kurzfristig getroffen werden. Und im Falle einer Reiseabsage durch uns wird der Reisepreis erstattet. Im Übrigen: An Stornierungen verdienen wir kein Geld - in der Regel ist unser Schaden deutlich höher als das unseren Gästen berechnete Stornoentgelt.

Es gibt übrigens mittlerweile einige Reiserechtler, die der Meinung sind, dass die jetzige Corona Krise eine vollkommen neue Situation darstellt, die durch das derzeit geltende Reiserecht so gar nicht abgedeckt ist. Denn dass der Reiseveranstalter im Falle einer Reiseabsage das volle finanzielle Risiko trägt, könne nicht richtig sein. Schließlich ist jeder Veranstalter im Auftrag des Reisenden aufgrund dessen Reisebuchung schon in Vorleistung getreten. Und die Situation liegt nicht in der Verantwortung des Reiseveranstalters, sondern Reiseabsagen erfolgen derzeit meistens aufgrund behördlicher Anweisungen. Und dass dies generell für alle Reisen weltweit gilt, hat es noch nie zuvor gegeben. Es könnte also dazu kommen, dass die Reisenden in einem angemessenen Verhältnis an den Kosten beteiligt werden müssen. Denn das aktuelle Reiserecht kennt keine Pandemie, die wir jetzt aber haben.

Wir veranstalten seit 34 Jahren Reisen und hätten nicht so viele zufriedene Reisegäste, wenn wir nicht engagiert im Sinne und Interesse unserer Gäste arbeiten würden. Aber wir können und müssen auch Fairness von unseren Gästen erwarten können. Wir verstehen die Sorgen und Ängste vieler Gäste - aber bitte verstehen Sie auch unsere Situation, die derzeit mehr als schwierig ist.

Ich hoffe zum einen auf Ihr Verständnis für die obigen Worte und zum anderen, dass Sie gesund bleiben und wir alle gemeinsam einigermaßen gut durch diese Krise kommen.

Bernd Rubarth
Geschäftsführer


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Beim Besuch unseres Reisebüros beachten Sie bitte die geltenden Hygienevorschriften (Abstand und Mundschutz). Telefonisch sind wir natürlich Montags bis Freitags von 08.30 Uhr bis 17.30 Uhr auch für Sie da. Und selbstverständlich bearbeiten wir Ihre E-Mails ebenfalls.

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Das Corona-Virus SARS-CoV-2 breitet sich weltweit immer weiter aus - in Europa hingegen greifen mittlerweile in fast allen Ländern die vor einigen Monaten beschlossenen Maßnahmen. Wir halten die Situation kontinuierlich im Auge und werden - sofern notwendig - darauf reagieren. Wir sind heute in einer Situation, die sich die meisten vor zwei Monaten noch nicht vorstellen konnten. Viele Länder haben drastische Maßnahmen ergriffen, um eine Verbreitung der Infektion einzudämmen. Diese Maßnahmen sollen allerdings keine permanenten Einschränkungen sein. In den meisten Ländern gelten die Regeln befristet und sukzessive entscheiden alle Länder über das weitere Vorgehen - abhängig auch davon, wie sich das Virus weiter verbreitet und wie die ergriffenen Maßnahmen wirken bzw. gewirkt haben. In vielen Ländern sind auch schon die ersten Lockerungen in Kraft getreten. D. h. auch wir und Sie müssen nun weiterhin abwarten, wie sich die Lage in den nächsten Wochen entwickelt.

Durch viele Meldungen in der Presse und in den sozialen Medien wird aber zum Teil eine Hysterie erzeugt, die der Situation nicht gerecht wird. Bei der Grippewelle (Influenza) 2017/2018 gab es z. B. nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts in Deutschland rund 25.100 Tote und weit über eine Millionen Infizierte. Trotzdem brach auch keine Hysterie in Deutschland aus. Wir wollen damit die vom Corona-Virus ausgehende Gefahr keinesfalls verharmlosen, aber zumindest etwas relativieren. Zudem gibt es Risikogruppen, für die eine Erkrankung deutlich gefährlicher wäre als für andere Menschen (und obwohl das bekannt war, wurden bei den im März in Deutschland beschlossenen Maßnahmen z. B. Alters- und Pflegeheime nicht adäquat berücksichtigt). Es kommt also auch immer auf den Einzelfall und die subjektive Betrachtung an. Grundsätzlich ist das Corona-Virus derzeit gefährlicher, weil - anders als beim Influenza-Virus - kaum Menschen über eine Grundimmunität verfügen und es eben derzeit noch keinen Impfstoff und keine wirksamen Medikamente zur Behandlung gibt.

Alle Reisen bis einschließlich 15.06.2020 sind von uns abgesagt. Betroffene Gäste werden von uns schriftlich informiert.

Da derzeit fast im Stundentakt Länder ihre Einreisebestimmungen und Verhaltensregeln ändern, können wir Entscheidungen über die Durchführung oder Absagen weiterer bisher nicht abgesagter Reisen nur relativ kurzfristig treffen.


Wir halten die weitere Entwicklung täglich im Auge und stehen auch regelmäßig mit unseren Vertragshotels, unseren Reiseleitungen und anderen Partnern vor Ort in Verbindung - die leben dort und können die Situation gut einschätzen. Wir werden - wenn dies notwendig werden sollte - auf die aktuelle Situation reagieren (so wie wir es in den letzten Wochen auch getan haben). Wie eine solche Reaktion aussehen könnte, hängt von der weiteren Entwicklung ab und kann derzeit noch nicht vorhergesagt werden. Im schlimmsten Fall kann es zur Absage von weiteren Reisen führen, wenn eine geregelte Durchführung nicht möglich ist. Es kann aber auch nur zu zumutbaren Anpassungen des Reiseverlaufs bzw. des Reiseprogramms kommen. Wir orientieren uns dabei auch an den amtlichen Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes (wobei eine Reisewarnung alleine keine Rechtsgrundlage für eine kostenfreie Reisestornierung ist) und sind uns unserer Verantwortung gegenüber unseren Reisegästen durchaus bewusst. Die Sicherheit unserer Gäste ist uns wichtig - wir wollen weder, dass Sie, noch dass unsere Mitarbeiter/innen erkranken. Aber was in vier, fünf oder mehr Wochen ist, kann heute noch niemand verlässlich wissen und sagen - auch wenn viel vermutet und spekuliert wird. Wir arbeiten wie immer sorgfältig und wollen dabei Panik und Hektik vermeiden. Eine absolute Sicherheit gibt es übrigens nie - weder zuhause noch auf Reisen.

Es ist übrigens auch so, dass wir als Reiseveranstalter gar nicht einfach eine Reise absagen dürfen. D. h. wenn wir jetzt bereits einfach eine Reise z. B. für Mitte Juli absagen würden, könnte es dazu kommen, dass Kunden neben der Erstattung des Reisepreises uns gegenüber Ansprüche wie Schadenersatz/Entschädigung (z. B. für im Vertrauen auf die Durchführung der Reise bereits gemachte Ausgaben, für entgangene Urlaubsfreuden oder für nutzlos beantragten Urlaub etc.) geltend machen können, weil die Voraussetzungen für eine Kündigung des Reisevertrages aufgrund außergewöhnlicher Umstände objektiv derzeit noch gar nicht vorliegen.

Bitte bedenken Sie auch, dass wir nicht nur eine Verantwortung Ihnen gegenüber als unseren Gästen haben, sondern auch für unsere Mitarbeiter/innen, Vertragspartner und Reiseleitungen in den Zielländern, mit denen wir zum Teil seit Jahrzehnten zusammenarbeiten und das nach der Krise auch weiterhin tun möchten.

Im Tourismus arbeiten alleine in Deutschland etwa 3 Millionen Menschen. Dieser Wirtschaftszweig liegt immer noch weitgehend brach und die deutsche Wirtschaft ist insgesamt von dieser Krise sehr stark betroffenen. Millionen Menschen sind derzeit in Kurzarbeit und die Zahl der Arbeitslosen wird stark ansteigen. Auch dies wird zu gesundheitlichen Problemen führen. Unser gutes Gesundheitssystem basiert zu einem großen Teil auf einer funktionierenden Wirtschaft. Bitte bedenken Sie auch diesen Aspekt der Krise.

Natürlich haben wir als Reiseveranstalter ein nachvollziehbares Interesse, dass unsere Reisen auch stattfinden. Wir werden das jedoch nicht um jeden Preis tun - sonst hätten wir nicht schon so viele Reisen abgesagt. Aber Panik und Hysterie sind der Situation auch nicht dienlich.

Zum Thema "Umbuchungen":
Viele denken, dass die Umbuchung einer Reise auf das nächste Jahr das Gleiche ist, als ob sie in diesem Jahr an der Reise teilnehmen. Das ist aber grundlegend falsch. In unser diesjähriges Programm sind von unserer Seite aus Vorinvestitionen von weit über 1 Mio. Euro geflossen. Das sind Werbekosten (Kataloge, Anzeigen, Mailings etc.), Verwaltungskosten (schließlich arbeiten wir hier im Büro seit dem Sommer des letzten Jahres am Programm 2020 und ein Monat Büro kostet hier etwa 40.000,- € für Löhne, Raumkosten, Technik, EDV etc.) und Anzahlungen an Vertragspartner im Reiseland, die wir im Falle einer Reiseabsage teilweise oder vollständig nicht zurückerhalten werden. Des Weiteren laufen die Fixkosten unserer Busse weiter, auch wenn die Reisen ausfallen und die Busse hier nutzlos auf dem Betriebshof stehen. All diese Kosten sind zum großen Teil bereits angefallen, in Ihrem Reisepreis für die diesjährige Reise enthalten und können von uns nicht auf das nächste Jahr übertragen werden, denn für die Reisen 2021 fallen diese Kosten erneut an. Insofern nützt uns eine Umbuchung auf 2021 nichts, weil im nächsten Jahr eben neue Kosten anfallen. Eine Umbuchung bedeutet nur, dass Sie zwar an einer Reise im nächsten Jahr teilnehmen, die Reise in diesem Jahr aber kostenfrei stornieren und wir somit auf den Kosten sitzen bleiben. Auch wenn das Geld als Anzahlung für 2021 bei uns verbleiben würde, ändert das nichts an dieser Situation, denn dieses Geld ist für Leistungen in 2021 und kann nicht für bereits angefallene Kosten genutzt werden. Eine Umbuchung oder ein Gutschein ist defacto eine kostenfreie Stornierung und aus diesem Grund können wir das nicht anbieten. Es würde nämlich bedeuten, dass wir als Veranstalter die gesamte finanzielle Last alleine tragen, obwohl uns an der jetzigen Situation genauso wenig Schuld trifft wie Sie. Es gelten also weiterhin unverändert unsere Stornobedingungen. Unser Schaden ist schon jetzt unvorstellbar hoch und wir müssen darauf achten, diesen Verlust nicht noch größer werden zu lassen und das Unternehmen sowie die Arbeitsplätze zu erhalten. Wir werden dieses Jahr mit einem hoch 6-stelligen Verlust abschließen, der in der Höhe die Gewinne jedes letzten Jahres übertrifft. D. h. es wird Jahre dauern, bis wir wieder Gewinne erzielen können. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Wenn Sie also eine bisher nicht abgesagte Reise stornieren, werden die Stornokosten gemäß unseren Reisebedingungen fällig - unabhängig davon, ob die Reise später von uns abgesagt wird oder nicht.

Es gilt folgende Rechtslage:


Vor Reisebeginn kann ein Reisender jederzeit vom Reisevertrag zurücktreten. In diesem Fall haben wir als Reiseveranstalter einen Anspruch auf das vereinbarte Stornoentgelt. Der Reisevertrag ist dann gekündigt.

Entgegen einer weit verbreiteten Meinung ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts nicht automatisch Grundlage für ein kostenfreies Rücktrittsrecht. Es kommt auf die erhebliche Beeinträchtigung an, z. B. Museen und andere öffentliche Einrichtungen sind aufgrund behördlicher Anordnung geschlossen. Eine behördliche Anordnung ist immer auch ein unvermeidbarer, außergewöhnlicher Umstand. D. h. es kommt auch auf den Zeitpunkt der Reise an. Wenn also z. B. ein Ausnahmezustand in einem Land zum Zeitpunkt Ihrer Stornierung nur bis zum 15.06.2020 besteht, haben Sie kein Recht, eine später beginnende Reise kostenfrei zu stornieren.

Derzeit sind z. B. die meisten Reisen nicht durchführbar, aber das kann in einigen Wochen wieder anders aussehen, wenn z. B. Museen wieder öffnen und bisher verhängte Einreisesperren und Ausgangsverbote aufgehoben werden. Somit kommt es auf den Zeitpunkt der Stornierung der Reise und den Reisezeitpunkt an. Unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände können in einigen Wochen z. B. gar nicht mehr vorliegen.

Auf eine subjektive Einschätzung kommt es dabei nicht an. Wer als Reisender z. B. aus persönlichen Gründen wie einer Vorerkrankung, Angst oder aus Vorsicht zurücktritt, kann sich nicht auf unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände berufen. Entscheidend sind objektive Fakten der Lage vor Ort bezogen auf den Zeitpunkt der Reise. D. h. es muss zum Zeitpunkt der Stornierung ganz klar und eindeutig feststehen, dass diese Umstände zum Zeitpunkt der Reise auch (noch) bestehen werden.

Wir appellieren auch an Ihre Fairness. Sie haben bei uns eine Reise gebucht und uns so den Auftrag zur Durchführung der Reise erteilt. Damit sind wir bereits in Ihrem Auftrag tätig geworden, denn auch die Vorbereitung einer Reise kostet uns viel Geld.

Es ist aber in den nächsten Wochen weiterhin wichtig, dass jeder einige Regeln beachtet. Befolgen Sie die Auflagen der Coronaschutzverordnung und halten Sie mindestens 1,50 Meter Abstand zu Mitmenschen oder anderen Familien bzw. Gruppen - auch beim Einkaufen. Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch. Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen bzw. desinfizieren. Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und ebenfalls sich dabei von anderen Personen abwenden. Wir haben in unseren Bussen übrigens schon seit vielen Jahren sowohl am vorderen Einstieg als auch an der hinteren Türe Desinfektionsspender, damit man sich regelmäßig die Hände desinfizieren kann. Und generell sollte man sich nicht mit den Händen ins Gesicht fassen. Wichtig ist also das Einhalten der beschriebenen Husten- und Handhygiene sowie das Abstandhalten. Das Befolgen der obigen Regeln trägt dazu bei, die Verbreitung des Corona-Virus weiter zu verlangsamen und dient damit der Gesundheit aller.

Wir veranstalten seit über 30 Jahren Reisen und es hat in dieser Zeit viele Probleme und Herausforderungen gegeben. Das Corona-Virus hat uns bereits zu konkreten Reaktionen in Form von zahlreichen Reiseabsagen gezwungen. Es ist schwer vorherzusagen, wie sich alles in den nächsten Wochen weiterentwickeln wird und ob die von Ihnen gebuchte Reise letztlich überhaupt vom Corona-Virus oder von staatlichen Beschränkungen beeinträchtigt sein wird. Wir werden also Entscheidungen über eine evtl. notwendige Anpassung von Reiseprogrammen oder gar die Absage weiterer Reisen kurzfristig auf der Grundlage der aktuellen Fakten treffen. Wenn es so weit kommen sollte, werden evtl. betroffene Reisegäste von uns schriftlich auf dem Postwege informiert. Der gezahlte Reisepreis wird im Fall einer Reiseabsage an die zum Zeitpunkt der Reiseabsage gebuchten Reiseteilnehmer voll erstattet.

Aktuelle Informationen zum Corona-Virus finden Sie auch hier

Wir werden diese Hinweise regelmäßig aktualisieren, wenn dies notwendig und sinnvoll erscheint.

Stand dieser Informationen: 30.05.2020, 09.56 Uhr.
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